Wo sind die Liegenschaften «WG-Guggisberg 77B»?
Ausgangs Dorf in Richtung Riffenmatt, vis à vis dem Weg aufs Guggershörnli
und der „alten Schmitte“, steht das Haus der «WG-Guggisberg 77B». Das
ca. 1900 gebaute Haus war ursprünglich ein „Krämerladen“ und gleichzeitig
auch „Zivilstandsamt“. Der damalige Besitzer besass das erste Auto und
den ersten Fernseher im Dorf. Währende der Zeit der Postkutsche und in
der ersten Zeit des Postautos diente es auch als „Warteraum“ für die Passagiere.
Als öffentliches Haus birgt es für viele BewohnerInnen von Guggisberg
vertraute Geschichten. Die Einheimischen kennen das Haus unter dem Namen
„Zivilersch“!
Als es 1997 von René Bartl gekauft und umgebaut wurde, diente es ihm während
fünf Jahren als Tagungs- und Bildungszentrum. Seit 2003 beherbergt die
Liegenschaft die Jugendlichen der «WG-Guggisberg 77B». Die anfänglichen
Befürchtungen um mehr Unruhe im Dorf legten sich bald. Heute ist die Wohngemeinschaft
ein im Dorf integrierter Bestandteil.
Von Schwarzenburg her kommend, liegt an Anfang des Dorfes zur rechten
Hand die 2008 erworbene Liegenschaft, im Dorf bekannt als „Mühle“ (angeschrieben
mit „Daheim“). In ihr untergebracht sind die Werkstätten der Projektarbeit,
die interne Schule, die Administration und eine 3 ½ Zimmerwohnung für
das begleitete Wohne vor dem Austritt. Die Heimleiterwohnung liegt im
ersten Stock, das Dachgeschoss ist noch nicht ausgebaut, der Nutzungszweck
steht noch offen.
Der vornehme, verrandete Ständerbau unter seinem Mansartwalmdach und Querfirst-Trakt,
wurde 1911 als Wohnhaus erbaut. Ründen betonen die den Strassen zugewandten
Fassaden (Ost- und Südseitig). Der Sockel ist gehalten in Scheinpolygon-Mauerwerk,
darüber ein wulstiger Gurt. Differenzierte Befensterung mit romantischer,
zeittypischer Sprossung. Im Erdgeschoss eine verandenartig ausgebildete
Eingangsachse. Malerisch abgestützte Obergeschoss-Laube. Sehr schöne Gartenanlage
mit Jugendstil-Einfriedung. Weitgehend original erhaltener, herrschaftlicher
Wohnbau in exponierter Lage am Ortseingang. Von einem Notar erbaut, wurde
es im Verlaufe der Zeit in eine Mühle umgebaut. Das Haus diente zeitweilen
auch als Standesamt.
Die Berner Gemeinde Guggisberg, mit ihren ca. 1670 EinwohnerInnen, liegt oberhalb Schwarzenburg im Voralpengebiet auf 1140m.ü M. Als eine der flächenmässig grössten Gemeinden der Schweiz grenzt sie sowohl an den Kanton Freiburg, wie an die Gemeinde Oberwil im Simmental. 1998 feierte Guggisberg sein 800-jähriges Jubiläum. Seine Bekanntheit verdankt Guggisberg unter Anderem dem „Guggershörnli“ und dem in vielen Varianten gesungenen Lied „s’Vreneli ab em Guggisberg“, dem wohl ältesten bekannten Volkslied.
Das Dorf Guggisberg mit ca. 70 EinwohnerInnen liegt an einem Südhang mit wunderschöner Sicht in Richtung Schwarzsee und Freiburger Alpen. Besonders sehenswert sind die Kirche und das Vreneli-Museum. Bekannt für seine gute Küche und die neu renovierten Zimmer ist das Hotel/Restaurant Sternen.
Weitere Angaben und Informationen finden Sie unter www.gemeinde-guggisberg.ch und www.guggisberg.ch.
Zu besonderer Ehre kam Guggisberg 2009 durch die Fernsehsendung "SF bi de Lüt". Als Reaktion darauf wurde ein Besucheranstieg verzeichnet.
2010 stimmte Guggisberg dem Projekt "Naturpark Gantrisch" zu.