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„Warum gerade die «WG-Guggisberg 77B»?“

Die «WG-Guggisberg 77B» bezieht bewusst keinerlei Subventionen. Sie wird als privates Unternehmen geführt. Mit einer einheitlichen Vollkostenrechnung (und einer minimalen Nebenkostenabrechnung) werden sämtliche Ausgaben gedeckt. Damit garantieren wir eine höchstmögliche Flexibilität in Bezug auf das Erarbeiten individueller Entwicklungs- und Fördermodelle. Neben den 10 Verhaltensregeln, welche das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft ermöglichen, gibt es in allen Bereichen individuelle, den Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Jugendlichen angepasste Konzepte.

„Das Team der «WG-Guggisberg 77B» hat sich zum Ziel gesetzt, mit jungen Menschen in aussichtsloser Situation eine neue Perspektive zu erarbeiten!“ Wir nehmen unseren Auftrag sehr ernst!

Wir sind uns bewusst, welchen Problemen und Schwierigkeiten wir gegenüberstehen, wenn wir mit jungen Menschen arbeiten, die von der Gesellschaft nicht mehr getragen werden. Die Teammitglieder sind entsprechend sorgfältig ausgewählt. Sie zeichnen sich aus durch überdurchschnittliche Belastbarkeit, Motivation und Reflektionsfähigkeit. Loyalität, Offenheit. Klare Ziele setzen unsere Massstäbe.

In der Leitungs-Teamsitzung, in der Gesamt-Teamsitzung, in der internen Fallsupervision und in der extern begleiteten Teamsupervision reflektieren wir unsere Grenzen und Möglichkeiten. Regelmässige interne Weiterbildungen zu aktuellen Themen (Gender, Borderlinesyndrom, etc.) verhelfen uns zu einer zeitgerechten Pädagogik.

Die aus ihren sozialen Systemen (Familien, Schule, Heime. Kliniken, etc.) ausgeschlossenen jungen Frauen und Männer ab 12-jährig, benötigen ein Auffangnetz, einen Rahmen, klare Strukturen und Grenzen sowie viel Verständnis und ehrliche Zuwendung. Unserem pädagogischen Verständnis entsprechend binden wir das Familiensystem der Jugendlichen in unsere Arbeit mit ein. Es

Unsere Jugendlichen erhalten eine Tagesstruktur mit folgenden Inhalten:

  • Beüben aller Vorteile und Konsequenzen des Zusammenlebens mit Frauen und Männer in einer Wohngemeinschaft.
  • Mitarbeit in allen Haushaltsbereichen (Planen, Einkaufen, Kochen, Putzen, Waschen, etc.).
  • Selbständiger Umgang mit handwerklichen Aufgaben (Velo flicken, Umgang mit Waschmaschinen und Tumber, Reparaturen an Geräten und Maschinen, etc.).
  • Regelmässige und individuell zusammengestellte Schulstunden in der eigenen Schule (Schulstoffnachbearbeitung, Erlangen eines Schulabschlusses, Vorbereiten auf den Berufsalltag, Bewerbungen schreiben, Telefonieren, Vorstellungsgespräche führen, Beginn einer Vorlehre, einer IV-Lehre, einer Volllehre, etc.).
  • Unterstützung durch eine externe Sozial- und Lernberaterin (Tests, Analysen, Förderhinweise, etc.).
  • Vermitteln einer Arbeitshaltung in internen und externen Projekten (Taschengeld selber verdienen).
  • Umgang mit der Bevölkerung in einem kleinen Dorf.
  • Umgang mit Freizeit (Planung, Organisation, Zeiten einhalten, etc.).

Eltern oder von Amtes wegen zuständigen Personen garantieren wir:

  • Ein optimales Kosten-Nutzenverhältnis.
  • Eine enge und verbindliche Zusammenarbeit.
  • Eine offene Informationspolitik.
  • Regelmässige Standortbestimmungen zur Überprüfung der gesetzten Ziele (alle drei Monate, mit Zwischenberichten, Lernzielen und Protokollen).
  • Fachkompetente Mitarbeitende in den Bereichen Sozialpädagogik, Projekte, Schule und Therapie .
  • Uvam.

Dank unserem auf Prävention ausgerichteten stationären Angebot und der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen ambulanten Anbietern, finden wir in aussergewöhnlichen Situationen immer wieder Zwischen- oder Anschlussmöglichkeiten.

Sie vertrauen uns ihre Jugendlichen an und wir setzen alles daran, innert einer realistischen Zeit einen Integrationsprozess einzuleiten und umzusetzen.